Referenzen

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Kulturbibliothek Nordhausen

Bauherr:

Stadt Nordhausen, Markt 15, 99734 Nordhausen

Bauzeit:

2008  - 2013

Gewerke:

HLSE-Technik  (KGR 410, 420, 430)

MSR-Technik (KGR 480)

Leistungsphasen:

BGF:

1 – 9

3.825m2

Sanitärtechnik

(KGR 410):

Planung und Installation Sanitäranlagen, inklusive barrierefreier WC-Räume mit einer Hebeanlage.

Heizungstechnik

(KGR 420):

Die Wärmeversorgung erfolgt aus dem städtischen Fernwärmenetz über eine Fernwärmestation in der Technikzentrale. Die Station ist für den gesamten Wärmebedarf des Gebäudes für Heizung und Lüftung von 210 KW ausgelegt.

Alle Bereiche werden über eine Fußbodenheizung versorgt, die im Sommer gleichzeitig zur Kühlung verwendet wird. In allen Bereichen werden dazu wasserführende Kunststoffrohre in der Estrichschicht des Fußbodens verlegt. 

Lüftungstechnik

(KGR 430):

Entlüftung in den innenliegenden WC- Bereichen im UG und der Bibliothek sowie Bürgersaal

Be- und Entlüftung der Tiefgaragen

Teilklimaanlagen in den Lesesälen, Bürgersaal, Foyer und in der Cafeteria. Teilklima bedeutet, dass die Luft mit einer vorgegebenen Temperatur in die Räume eingeblasen wird, um den Frischluftbedarf der Menschen zu decken. Weiterhin kann mit dieser Luft im Sommer eine bestimmte Wärmelast abgeführt werden. Teilklimatisierung der Räume:

  • Lesesaal: 2.340 m³/h
  • Kleiner Saal: 900 m³/h
  • Bürgersaal: 5.000 m³/h
  • Foyer: 1.000 m³/h
  • Cafeteria: 1.500 m³/h

Im Bürgersaal wird eine Kühldecke installiert.

Gebäudeautomation

(KGR 480):

Planung einer anlagenübergreifenden MSR-Technik, die den Betrieb des Gebäudes hoch energiesparend ermöglicht.

Diese steuert die freien Lüftungsfunktionen der Fassade entsprechend der Außentemperaturen und Innenlasten. Dabei werden Trendaufzeichnungen der vergangenen Tage aufgezeichnet und ausgewertet. Diese fließen in die täglichen Regelalgorithmen ein. Sollten die natürlichen Potentiale der Umweltenergie ausgeschöpft sein, werden die technischen Einrichtungen, wie Fußbodentemperierung, Deckentemperierung und Lüftung in Betrieb genommen.

Alle Komponenten sind über ein BUS- System miteinander verknüpft.

Alle Anlagenteile, die für die Funktion des Gebäudes notwendig sind, werden über eine übergeordnete Gebäudeleittechnik (GLT) koordiniert und für den Nutzer in übersichtlicher Form auf einem Bildschirm dargestellt.

Über umfangreiche Messungen und Aufzeichnungen von Daten im gesamten Gebäude, lassen sich Nutzungsspezifika ablesen und weitere Optimierungen aller technischen Einrichtungen vornehmen.

Eine weitere wichtige Funktion der GLT ist das Fehlermanagement. Über moderne Kommunikation können Alarme rechtzeitig an die Betreiber bzw. Wartungsfirmen ausgegeben werden.

Besonderheiten:

Die KulturBibliothek der Stadt Nordhausen situiert sich als Gebäude-ensemble südlich des ehemaligen Kornmarkt.

Das Projekt fördert im Sinne des Stadtentwicklungskonzeptes das städtebauliche Leitbild „Neue Mitte“.

Die öffentlichen Funktionen des Gebäudeensembles mit Bibliothek, Stadtsäle, Tiefgarage und Stadtplatz sind eine Reminiszenz an den mittelalterlichen Stadtkern und eine Wiederbelebung des gesellschaftlichen Mittelpunktes der Stadt.